Haßelmann kritisiert Merz und bietet Hilfe für Reformen an

5. Mai 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Politische Kritik in Berlin: Merz und Koalition

() – Grünen-Fraktionschefin Britta Haßelmann hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) massiv kritisiert, der zunehmend zerstrittenen schwarz-roten Koalition aber Hilfe angeboten. „Dieser Kanzler hat in der Vergangenheit jeden Tag die Ampelkoalition massiv kritisiert“, sagte sie dem „Redaktionsnetzwerk “ (Dienstagausgabe). „Er wusste immer alles besser. Und jetzt ergeht er sich in Selbstmitleid. Was soll das?“

Es sei immer das Gleiche, so Haßelmann. „Erst weckt er hohe Erwartungen, dann beschimpft er die Leute, am Ende kann er immer nur eine minimal kleine Antwort präsentieren. Auf diese Weise enttäuscht er viele Menschen“, erklärte die Grünen-Politikerin. „Mein Eindruck ist, um es mit einem Bild aus dem Fußball zu sagen: Friedrich Merz ist nicht auf dem Platz.“

Merz habe Olaf Scholz als „Klempner der Macht“ bezeichnet. Jetzt werde deutlich, dass er die Ansprüche selbst nicht erfülle. „Ein guter Klempner der Macht ist im Kanzleramt jedenfalls nicht zu sehen.“

Dabei habe Merz mit dem von den Grünen mitverhandelten Sondervermögen die besten finanziellen Bedingungen. Die Koalition müsste in marode Infrastruktur, Klimaschutz und die Bahn investieren und „da richtig Schwung reinbringen“, sagte Haßelmann. So gute Voraussetzungen hätten Angela Merkel (CDU) und Olaf Scholz (SPD) nicht gehabt. „Dass dennoch so wenig rauskommt, irritiert nicht nur mich. Es ist fahrlässig.“

Siehe auch:  Berlinale: Roth pocht auf Autonomie kultureller Institutionen

Die Grünen-Fraktionschefin sagte weiter, wenn es um wichtige Dinge gehe, die das Land voranbringen, seien die Grünen bereit, Verantwortung zu übernehmen. Wenn es um sinnvolle Reformen im Sozialstaat gehe, dann sei mit ihnen zu rechnen. „Aber das, was die Bundesregierung tut, folgt keinem schlüssigen Konzept und wird das Leben der Menschen weder besser noch gerechter machen“, sagte sie.

Die Grünen wollten, dass sich für die Bürger etwas zum Guten verbessere. Das gelte auch für die Abhängigkeit von fossilen Energien. Die müsse man verringern, statt sie weiter zu zementieren. „Hier versagen Kanzler und Koalition.“

Haßelmann erklärte, dass die Grünen nicht auf ein vorzeitiges Ende der Regierung setzten. „Ich finde es verantwortungslos, sich damit abzufinden, dass es schlecht läuft“, sagte sie. „Meine Erwartung an diese Regierung ist klar: Reißt euch zusammen und liefert.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Britta Haßelmann (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Britta Haßelmann kritisiert Friedrich Merz für Selbstmitleid und hohe Erwartungen ohne Lösungsvorschläge.
  • Sie betont die Notwendigkeit von Investitionen in Infrastruktur, Klimaschutz und Bahn.
  • Die Grünen sind bereit, Verantwortung bei sinnvollen Reformen im Sozialstaat zu übernehmen.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen sind die deutsche Regierung und insbesondere die schwarz-rote Koalition.
  • Zielgruppe sind Bürger, die Verbesserungen in sozialer Gerechtigkeit und Infrastruktur erwarten.
  • Keine spezifischen Zahlen, Fristen oder Zeiträume genannt.

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Kritik an Friedrich Merz für ständige Selbstkritik und mangelnde Führungskompetenz
  • Enttäuschung über unzureichende Leistungen der Regierung trotz guter finanzieller Ausgangsbedingungen
  • Forderung nach sinnvollen Reformen und besserem Umgang mit Krisen wie der Abhängigkeit von fossilen Energien

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Kr Critica an Friedrich Merz und seine Selbstmitleid-Äußerungen
  • Forderung nach Investitionen in Infrastruktur, Klimaschutz und Bahn
  • Bereitstellung der Grünen für sinnvolle Reformen im Sozialstaat
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH