Reiche will mit neuem Heizungsgesetz Förderung kürzen

12. Dezember 2025

Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung

Reform des Gebäudeenergiegesetzes in Deutschland

() – Im Streit um die Reform des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) strebt Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) eine deutlich reduzierte Förderung an. „Es geht um die Frage: Machen wir es mit Zwang, oder machen wir es mit Anreizen durch den CO2-Preis und einer angemessenen Förderung“, sagte Reiche der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.

Die Ministerin deutete an, dass die Höhe der bisherigen Förderung zu höheren Preisen führe. „Der Einbau einer Wärmepumpe ist in deutlich teurer als woanders auf der Welt“, behauptete sie. „Die Zuschüsse sollten zielgerichteter bei Haushalten mit geringem Einkommen ankommen.“

Reiche hatte schon seit dem Sommer mit Bauministerin Verena Hubertz (SPD) über das Gesetz verhandelt, dessen Abschaffung die Unionsparteien im Wahlkampf gefordert hatten. Nach den Beschlüssen des Koalitionsausschusses sollen jetzt neben den beiden Ministerien auch Fraktionschefs und Fachpolitiker in die Gespräche einbezogen werden. Fest steht bislang nur, dass das bisherige Gebäudeenergiegesetz, umgangssprachlich „Heizungsgesetz“ genannt, künftig Gebäudemodernisierungsgesetz heißen soll.

Die SPD ist offenbar mit einem Wegfall der Heizungsförderung für Besserverdienende einverstanden, beharrt aber darauf, dass klimaschädliche Heizungen nicht mehr neu eingebaut werden dürfen. Gleichwohl zeigte sich Reiche zuversichtlich, dass es zu einer Einigung kommen werde. „Ich habe seit dem Sommer intensiv mit allen Beteiligten gesprochen und bin mir sicher, dass wir in der Koalition eine vernünftige Lösung finden werden“, sagte sie.

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Nach Angaben des Expertenrats für Klimafragen, der die Einhaltung des Bundes-Klimaschutzgesetzes überwacht, besteht insbesondere im Gebäudebereich weiter Handlungsbedarf, um die Klimaziele zu erreichen. Je schneller die Emissionen in diesem Bereich gesenkt werden können, desto stärker dämpfe dies die Kosten für die Energieverbraucher und damit die sozialen Kosten in Deutschland und der EU.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Wärmepumpe (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche strebt reduzierte Förderung im GEG an.
  • Das Gebäudeenergiegesetz wird künftig als Gebäudemodernisierungsgesetz bezeichnet.
  • SPD stimmt Wegfall der Heizungsförderung für Besserverdienende zu, will jedoch Verbot für klimaschädliche Heizungen.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • betrifft Haushalte mit geringem Einkommen;
  • betrifft die gesamte Bundesrepublik Deutschland;
  • Ziel: reduzierte Förderung für Gebäudemodernisierung, konkrete Zahlen oder Fristen keine Angabe;

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche strebt reduzierte Förderung im Gebäudeenergiegesetz an.
  • Gespräche mit Bauministerin Verena Hubertz und anderen Fachpolitikern werden fortgeführt.
  • SPD stimmt Wegfall der Heizungsförderung für Besserverdienende zu, fordert Verbot für klimaschädliche Heizungen.
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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