Linke kritisiert unklare Bundesfinanzierung für Hamburger Olympia-Bewerbung
Hamburg - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung
Politik: Olympiabewerbung in Hamburg umstritten
Hamburg () – Die Hamburger Linksfraktion wirft dem Senat vor, die Öffentlichkeit über die Finanzierung einer möglichen Olympia-Bewerbung zu täuschen. Die Fraktion teilte am Dienstag mit, eine aktuelle parlamentarische Anfrage habe ergeben, dass die Stadt für ihre rund 18 Millionen Euro teure nationale Bewerbung keine Erstattung vom Bund erhalte.
Zudem liege noch keine Entscheidung des Bundes über eine Beteiligung an den milliardenschweren Infrastrukturkosten für die Spiele vor.
Der Senat hatte Anfang Dezember in einer Mitteilung von einer Finanzierungszusage des Bundes in Höhe von rund sechs Millionen Euro für die deutsche Olympia-Bewerbung gesprochen und von einem ‚Paradigmenwechsel‘ gesprochen. Die Linke-Fraktionsvorsitzende Heike Sudmann bezeichnete diese Darstellung als ‚heiße Luft‘.
Der Bund sage ebenso wie 2015 nicht, mit wie viel Geld er sich beteiligen werde, wodurch das finanzielle Risiko bei Hamburg bleibe.
Sudmann kritisierte, dass der Senat Milliardenausgaben für Olympia in Kauf nehme, gleichzeitig aber im Kinder- und Jugendbereich kürze. Die 18 Millionen Euro für die Bewerbung seien angesichts dieser Kürzungen ein ’sozialpolitischer Skandal‘.
Die Schulden nach den Spielen würden dazu führen, dass Versprechungen wie zusätzliche Schulsportstunden nicht eingehalten werden könnten. Die Linke lehnt eine Olympiabewerbung Hamburgs daher ab.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Deutscher Olympischer Sportbund (Archiv) |
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- Hamburg erhält keine Erstattung vom Bund für die 18 Millionen Euro teure nationale Olympia-Bewerbung.
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