Haushalt verabschiedet: Lecornu-Regierung trotzt Misstrauensvoten

2. Februar 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Politik in Frankreich: Haushalt verabschiedet

Paris () – Die französische Regierung hat zwei Misstrauensvoten in der Nationalversammlung überstanden und schließlich den Haushalt für das laufende Jahr durchgebracht.

Den Antrag des linken Lagers ohne die Sozialisten unterstützten am Montag 260 Abgeordnete, während der Antrag der rechtspopulistischen Fraktion Rassemblement National 135 Stimmen erhielt. Für eine Mehrheit wären jeweils 289 Stimmen nötig gewesen.

Der verabschiedete Haushalt sieht vor, das Staatsdefizit von 5,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) auf unter fünf Prozent zu senken. Allerdings ist unklar, ob dieses Ziel erreicht wird, da die ursprünglich von Premierminister Sébastien Lecornu geplanten Kürzungsmaßnahmen weniger einschneidend ausfielen als angekündigt. Zudem wird der Verteidigungsetat um 6,7 Milliarden Euro auf insgesamt 57,1 Milliarden Euro erhöht.

Trotz der geplanten Defizitreduzierung bleibt hinter der EU-Vorgabe von drei Prozent zurück. Die Staatsschulden sollen von etwa 116 Prozent des BIP im Jahr 2025 auf rund 118 Prozent im laufenden Jahr ansteigen. Die Mitte-Rechts-Regierung Lecornus, die keine eigene Mehrheit in der Nationalversammlung hat, musste sich wechselnde Unterstützung sichern. Um den Haushalt durchzusetzen, nutzte Lecornu den Verfassungsartikel 49.3, der die Verabschiedung eines Gesetzes ermöglicht, wenn die Regierung anschließende Misstrauensvoten übersteht, obwohl er dies bei seinem Amtsantritt noch ausgeschlossen hatte.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Französische Nationalversammlung (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Französische Regierung hat zwei Misstrauensvoten überstanden und den Haushalt beschlossen.
  • Staatsdefizit soll von 5,4 % auf unter 5 % gesenkt werden, Verteidigungsetat erhöht sich um 6,7 Milliarden Euro auf 57,1 Milliarden Euro.
  • Staatsschulden steigen von etwa 116 % des BIP 2025 auf rund 118 % im laufenden Jahr.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betrifft: französische Nationalversammlung, Regierung unter Premierminister Sébastien Lecornu
  • Zielgruppen: Abgeordnete (260 und 135 Stimmen), Bevölkerung in Frankreich
  • Fristen/Zeiträume: Haushalt für laufendes Jahr, Defizitziel unter 5% bis 2025, Staatsschuldenanstieg auf 118% im Jahr 2023

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Regierung besteht Misstrauensvoten und sichert sich notwendige Unterstützung für den Haushalt
  • Staatsdefizit soll von 5,4% auf unter 5% gesenkt werden, trotzdem bleiben Defizitziele hinter EU-Vorgaben
  • Einsatz des Verfassungsartikels 49.3 zur Durchsetzung des Gesetzes trotz vorheriger Ablehnung dieser Option

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Verabschiedung des Haushaltsplans für das laufende Jahr
  • Senkung des Staatsdefizits von 5,4% auf unter 5% angestrebt
  • Verteidigungsetat um 6,7 Milliarden Euro erhöht

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