Kein Schadensersatz für blinde Patientin nach Rehaklinik-Ablehnung
Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung
Gesellschaft: Urteil zu Rehabilitationsaufnahmen in Karlsruhe
Karlsruhe () – Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass eine blinde Patientin keinen Anspruch auf Entschädigung nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) hat, nachdem ihr die Aufnahme in eine Rehaklinik verweigert wurde. Das teilte der BGH am Donnerstag mit. Die Klinik hatte die Aufnahme abgelehnt, da durch die Blindheit der Patientin ein zusätzlicher Betreuungsaufwand entstanden wäre.
Die Klage der Patientin auf Schadensersatz und Entschädigung war bereits in den Vorinstanzen erfolglos geblieben, da der Anwendungsbereich des AGG nicht eröffnet sei, da es sich bei der Aufnahme in eine Rehaklinik nicht um ein Massengeschäft handele. Die Klägerin verfolgte ihr Begehren mit einer Revision weiter, die jedoch ebenfalls keinen Erfolg hatte.
Der Bundesgerichtshof stellte klar, dass das Benachteiligungsverbot des AGG im Bereich des Zivilrechtsverkehrs keinen Anspruch auf besondere Anpassungs- und Teilhabeleistungen gegen Private begründet. Diese Leistungen sollten weiterhin dem öffentlichen Recht vorbehalten bleiben, insbesondere dem Sozialrecht, etwa durch Leistungen zur Teilhabe (Urteil vom 21. Mai 2026 – III ZR 56/25).
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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- Blinde Patientin hat keinen Anspruch auf Entschädigung nach AGG wegen verweigerter Aufnahme in Rehaklinik
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